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DATENAUFNAHME VON WSA UND YACHT IN FAHRT

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Wind-Autopilot im Eigenbau

Eine Servo-Windselbststeueranlage selber bauen? Davor raten nicht nur Hersteller kommerzieller Systeme ab, sondern aus verständlichen und nachvollziehbaren Gründen auch manch bekannte Größe der Fahrtensegelei.

Das Gegenteil jedoch beweisen variantenreiche Eigenbauten einer Windsteuerung aus preiswerten Materialien, die der Funktionsfähigkeit kommerzieller Anlagen wie Pacific light oder Monitor nicht nachstehen und jahrelang ihren Dienst verrichten - mit dem Vorteil, dass alle Teile preiswert selber zu reparieren sind.

Zugegeben: Solch eine Referenz, wie beispielsweise die Aries-Anlage sie auch durch Erdmanns Buch "Allein gegen den Wind" über die Jahre erfahren hat, können die zahlreichen Eigenbauten kaum vorweisen. Dafür kosten diese "Windfahnen" jedoch nicht ein kleines Vermögen, sondern nur 50 - 120 Euro für Material aus dem nächsten Baumarkt und 40 - 80 Stunden Arbeit mit Handwerkzeugen: Bohrmaschine, Stichsäge, Gehrungssäge, Raspel, Schraubstock, Stechbeitel...

Selbst die Kombination eines elektrischen Autopiloten mit einer solchen Anlage ist mit einem Bowdenzug mit wenigen Handgriffen erledigt. Damit kann die Anlage stromsparend und verschleißmindernd auch nach GPS oder Kompass steuern.

Mit dieser Seite soll auch das Engagement der Ingenieure Walt Murray(US) und Jan Alkema(NL) fortgesetzt werden, die viele Segler überzeugten, dass eine solche 'Windvane' durchaus bereits mit mäßigem handwerklichen Können solide, unkompliziert, billig und schnell selber zu bauen ist. Dies selbst ohne Anfangs eine klare Vorstellung davon zu haben, wie die Mechanik eigentlich funktioniert.

Jan Alkema segelt seit mehr als 20 Jahren mit seiner Eigenbauanlage. Seine neueste Entwicklung ist die USD-Windfahne (Up-side-down), für die er in 2005 mit dem John Hogg-Preis der AYRS ( Amateur Yacht Research Society) ausgezeichnet wurde. Er ist eine treibende Kraft in den Niederlanden für die Eigenbauten, und hat zahlreiche Artikel in Bootszeitschriften dazu publiziert. Viele wertvolle Hinweise von ihm im: Windvane Forum, auch zu den Eigenschaften, Vor- und Nachteilen kommerzieller Anlagen.

Um auch ungeübteren "Heimwerkern" den sicheren Nachbau zu ermöglichen, ist eine umfangreiche Bauanleitung mit zahlreichen Fotos und technischen Zeichnungen verfügbar (Schutzgebühr 50 Euro, Anforderung per e-mail). Darin werden alle einzelnen Bauschritte detailliert beschrieben, umfangreiche Hinweise zu Arbeitstechniken, Fehlervermeidung, Justage, Optimierung, und möglicher Verstärkung gegeben. Diese Anleitung ist für den Selbstbau nicht unbedingt vonnöten, erleichtert die Arbeit jedoch. Die Kontakt-Email-Adresse findet sich im Impressum

Simulationsunterstützes Design

März 2009 ist auf dieser Internetseite meinerseits eine Simulationssoftware für Servoruder-Windselbststeueranlagen als Beitrag zur Weiterentwicklung dieser seit Blondie Hasler bekannten Segelboot-Selbststeuerung dazugekommen. Diese Software stelle ich jetzt allen Interessierten zur Verfügung, sie kann kostenfrei heruntergeladen werden.

Videoanalysen

Ab April 2009 werden auch die rechnergestützten Video-Analysen veröffentlicht, die zur Entwicklung des aktuellen Standes der Anlage führten. Videoanalysen liefern die zusätzlich notwendigen empirischen Parameter für die Simulationssoftware.

Datenaufnahme von WSA und Yacht in Fahrt

Ein neues Projekt, gestartet Mai 2009, hat das Ziel, zu einer weiteren Optimierung der WSA Messdaten in Fahrt aufzuzeichnen. Es handelt sich dabei um kontinuierliche Messungen von:

- Windfahnenwinkel
- Richtung des scheinbaren Windes
- Ruderwinkel
- Kurs und Geschwindigkeit des Bootes über Grund
- Krängung des Bootes

Mit diesen Daten - auch über längere Zeiträume ermittelt - lassen sich unterschiedliche Windsteuerungsanlagen in ihrem Verhalten bei unterschiedlichen Bedingungen/Einstellungen analysieren. Es ist damit möglich, Ansatzpunkte für eine Optimierung der WSA hinsichtlich spezieller Bootscharakteristik (wendig / träge, Luvgierigkeit usw...) bei speziellen See-, Kurs- und Windbedingungen zu ermitteln.

(Diese Seite ging online am 15.3.2006 und wird kontinuierlich ausgebaut : Fotos, Skizzen, Infos)

NEWS:

05/2010 Stahl/Alumodell: "Wind Gear" by Joern Heinrich - Prototyp bietet ausserordentlich gute Schwachwindeigenschaften

06/2009 Messdatenerfassung für WSA-gesteuerte Segelyachten

04/2009 Video-Analysen

03/2009 WSA-Simulationssoftware

01-03/2009 Neigbare Windfahnenachse, GFK-Windfahne, Verstärkungen, Metall-Mastkopf, neues Gehäusedesign, neuer Übergang Mast-Mastkopf

Technische Daten:

  • Prinzip: Pendel-Servoruderanlage
  • Gewicht: ca 7-10 kg
  • Windfahne: Sperrholz, 0,11 - 0,16 m2
  • Mast: PVC 50 mm AD
  • Gehäuse: Sperrholz
  • Servoruder: Sperrholz, 0,08 m2
  • Servoruder-Vorbalance: 30%
  • Servo-Hebelarm: 33/130
  • Servolager: Gleitlager Kunst. Ø 50 mm
  • Windfahnenlager: Gleitlager Edelstahl
  • Kursvorgabe: analog mit zwei Steuerleinen (optional: 5°-Rastung)
  • Windfahne/Servountersetzung: Einstellbar 0,3 - 0,65
  • Windfahnenneigung: Einstellbar 10° - 35°
  • Servoruder-Vertikal-Nullposition: Einstellbar +/- 15°
  • Montage am Spiegel: vier Bolzen
  • Kleinteile: 85 (Schrauben, Muttern, Bolzen, Wantenklemmen)
  • Teile: 55 (Holzteile, Metallbügel, Metallhebel, Epoxiteile, Rohre...)

Bauanleitung:

  • ca 90 S., 60 Fotos, 30 techn. Zeichnungen
  • Schritt-für-Schritt-Bauanleitung
  • Tips und Tricks
  • Fehlervermeidung
  • Optimierung
  • Einstellhinweise
  • Bauvarianten

letzte Aktualisierung:
05.07.2010
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